BERICHT 2007
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Die Teilnahme am BioCarbon-Fonds der Weltbank
wird neue alternative Finanzierungsmöglichkeiten in Entwicklungsländern
erschliessen.
Das Kyoto Protokoll zielt auf die Verringerung
von Treibhausgasen und der Klimaerwärmung.
169 Länder sollten ihren Kohlenwasserstoff-
Verbrauch bis 2012 um jeweils
5,2 Prozent verringern. Länder, die diese
Erfordernisse nicht selbst erfüllen, können
andernorts Massnahmen zur Verminderung
des Kohlendioxid-Ausstosses finanzieren.
Im März 2007 legte die Weltbank die zweite
Tranche ihres so genannten BioCarbon-Fonds
auf. Er dient der nachhaltigen Landnutzung
und dem Aufbau der Forstwirtschaft in der
dritten Welt. Gemeinsam mit der SFSA wird
die Syngenta Gruppe dafür im Verlauf der
kommenden fünf Jahre 2,5 Millionen USDollar
investieren.
Gegenwärtig gehen etwa ein Drittel
der Investitionen des BioCarbon-Fonds |
nach Afrika, oftmals in halbtrockene
Gegenden, in denen der Ackerbau
schwierig ist. Dies ermöglicht den
alternativen ‚Kohlenstoffanbau‘
für Kleinbauern, die ansonsten ausschliesslich
von der konventionellen
Landwirtschaft abhängig sind.

Die SFSA fördert die Agrarforschung für
bessere Technologien, die verbesserte Erträge
und sicherere Ernten ermöglichen.
Die SFSA fördert Forschungs- und
Zuchtprogramme bei lokal wichtigen Sorten
wie Hirse, Zwerghirse (Teff) und Sorghum für
ertragreichere Sorten mit höherer Resistenz
gegen Schädlinge und Pflanzenkrankheiten.
Wissenschaftler von der Universität Sheffield
unter der Leitung von Dr. Julie Scholes
beschäftigen sich mit den genetischen
Grundlagen der Resistenzentwicklung |
bei einem der schlimmsten Unkräuter
Afrikas: Striga hermonthica. Striga wuchert
unkontrolliert und verursacht bis zu
40 Prozent Ernteausfälle bei der lokalen
Getreideproduktion. Striga heftet sich an
Wurzeln von Wirtspflanzen und saugt daraus
Nährstoffe. Die Wirtspflanzen verkrüppeln
dadurch sichtbar. Weil die Samen von Striga
bis zu 20 Jahre haltbar sein können, nützt
das traditionelle Jäten wenig.
Dr. Scholes Team konnte im Erbmaterial
von Reis fünf Bereiche definieren, die
einen gewissen genetischen Selbstschutz
gegen Striga bieten könnten. Sie nutzen
nun diese Entdeckung zur Entwicklung von
molekularen Markern, die die Zucht von
Sorten mit Parasitenresistenz ermöglichen.
Dr. Zerihun Tadele und Prof. Dr.
Cris Kuhlemeier vom Institut für
Pflanzenwissenschaften an der Universität
Bern entwickeln Zwerghirse (Teff), die
weniger empfindlich gegen Wind- und
Regenschäden ist. Zwerghirse aus Äthiopien
ist sehr nährstoffreich, liefert aber wenig |
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