04 GRUSSWORT DES
STIFTUNGSRATSPRÄSIDENTEN
UND DES GESCHÄFTSFÜHRERS
06 UNSER JAHR
08 UNSERE STANDORTE
09 UNSERE WICHTIGSTEN PARTNER
10 MALI, PRECAD
10 KENIA, IRMA
12 SYNGENTA STIFTUNG INDIEN::
SO KOMMT DAS GEMÜSE::
AUF DEN MARKT
12 Karrieref örderung
bei ostafrikanischen
Wissenschaftlerinen
14 Nordosten BRASILIEN, PDHC/ELO
14 UGANDA, FICOM
16 OSTAFRIKA, ASPIRE
18 Der BIOCARBON-FONDS
18 ZUGANG ZU TECHNOLOGIEN
FÖRDERN: PFLANZENFORSCHUNG
20 INDIEN, GÄRTEN DES LEBENS
20 PROGRAMM ‚GENERATION
CHALLENGE‘ DER CGIAR
22 DER STIFTUNGSRAT
23 MITARBEITENDE UND DELEGIERTE
24 WEITERE INFORMATIONSQUELLEN

BERICHT 2007
Syngenta foundation for sustainable agriculture


Erträge. Die langen Stängel machen das Getreide zudem sehr anfällig für Bruchschäden.

Die SFSA finanziert am ICRISAT (Internationales Institut für Nutzpflanzenforschung in semiariden Gebieten der Tropen) auch Arbeiten zur markergestützten Entwicklung von Resistenz gegen falschen Mehltau bei Perlhirse, und für bessere Dürreresistenz sowie Resistenz gegen Striga bei Sorghum. Derzeit laufen Praxistests, gemeinsam mit dem Forschungsinstitut Lake Chad in Nigeria und mit der Melkasse-Forschungsstation für Sorghum des äthiopischen Instituts für Agrarforschung. Kassa Semagn ist neu ernannter Technologiekoordinator im Zentrum für Biowissenschaften in Ostund Zentralafrika (BecA) am internationalen Forschungsinstitut für Viehwirtschaft in Nairobi. Er wird die molekularen markergestützen Zuchtprogramme wissenschaftlich unterstützen.

In Eritrea unterstützen wir gemeinsam mit dem Landwirtschaftsministerium die Zucht und Verteilung neuer Hirsesorten. Bauern erzielen damit 30 bis 40 Prozent bessere Ernten. Wir beobachten jedoch, dass die Bauern nicht nur ertragreichere Sorten brauchen, sondern auch Sorten mit genug hohen Stängeln, die sich als Dachbelag und als Viehfutter eignen. Unsere Forschungsarbeiten gehen darum auch in diese Richtung.

Gärten des Lebens (GFL) ist eine internationale Initiative unter Leitung des Projekts Eden in Grossbritannien. Es vermittelt Tausenden von Schulkindern in Indien, Kenia und in England die Freude an der Gartenarbeit und Wissen über die Herkunft unserer Nahrung. Kinder aus 20 Schulen in Mumbai und Pune in Indien können dank der Zusammenarbeit der SFSA in mit dem dortigen Zentrum für erzieherische Entwicklung am Projekt teilnehmen. Sie verfügen über sehr wenig Grünfläche und müssen darum Gemüse in Blumentöpfen, alten Reifen oder auf geeigneten Hausdächern heranziehen. Alle Schulen pflanzten nun 10 bis 12 Gemüsesorten, darunter Tomaten, Auberginen und Okra.

Die indischen Schulkinder tauschten Erfahrungen und Unterrichtsmaterial mit Schulen in England aus (in Bristol, Cornwall und Gloucestershire) sowie aus dem Rift Valley in Kenia. Sie benutzen das Projekt als Grundlage zur Diskussion von aktuellen Ernährungsfragen. An einer Schule in Mumbai fanden Schüler und Lehrkräfte nach vier Monaten erfolgloser Versuche heraus, warum ihr Gemüse nicht wuchs: wegen zu vieler Autoabgase. Sie verlegten ihren Garten und lancierten zudem eine Kampagne gegen Abgase, die national Schlagzeilen machte.

Die SFSA ist Mitglied im Steuerungsausschuss der GFL unter der Leitung von Eden, gemeinsam mit dem britischen Departement für Internationale Entwicklung, den königlichen botanischen Gärten Kew, der Vereinigung für wissenschaftliche Bildung, dem britischen Departement für Erziehung und Weiterbildung und der königlichen Vereinigung für Gartenbau in Grossbritannien. Das dreijährige Pilotprojekt endet 2007. Es ist geplant, das Programm auf mehr Schulen in weiteren Ländern auszuweiten.


Das Programm ‚Generation Challenge‘ der CGIAR arbeitet mit finanzieller Unterstützung der SFSA an einem Projektumsetzungs-Ratgeber. Der Leitfaden, dessen Veröffentlichung für September vorgesehen ist, gibt Stipendiaten online Hilfe bei der Definition wichtiger Projektprozesse und Schlüsselstellen. Der Inhalt beschreibt unter anderem Produkte- und Anwenderspezifikationen, Projektphasen, Schlüsselentscheide, die Regelung von Aufgaben und Entscheiden, Aktivitätenplanung, Prozessoptimierung und Risikomanagement, nötige funktionelle Expertise, Projektbegleitung und -Überprüfung und zeigt Handlungsspielräume auf. Dr. Vivienne Anthony berät das Projekt unter der Leitung des GCP-Teams.