04 GRUSSWORT DES
STIFTUNGSRATSPRÄSIDENTEN
UND DES GESCHÄFTSFÜHRERS
06 UNSER JAHR
08 UNSERE STANDORTE
09 UNSERE WICHTIGSTEN PARTNER
10 MALI, PRECAD
10 KENIA, IRMA
12 SYNGENTA STIFTUNG INDIEN::
SO KOMMT DAS GEMÜSE::
AUF DEN MARKT
12 Karrieref örderung
bei ostafrikanischen
Wissenschaftlerinen
14 Nordosten BRASILIEN, PDHC/ELO
14 UGANDA, FICOM
16 OSTAFRIKA, ASPIRE
18 Der BIOCARBON-FONDS
18 ZUGANG ZU TECHNOLOGIEN
FÖRDERN: PFLANZENFORSCHUNG
20 INDIEN, GÄRTEN DES LEBENS
20 PROGRAMM ‚GENERATION
CHALLENGE‘ DER CGIAR
22 DER STIFTUNGSRAT
23 MITARBEITENDE UND DELEGIERTE
24 WEITERE INFORMATIONSQUELLEN

BERICHT 2007
Syngenta foundation for sustainable agriculture


Das Projekt FICOM übertraf alle Erwartungen: Bauern schaffen sich Einkommen und sie nutzen ihre Geschäftskenntnisse zur Gründung neuer Unternehmen. Das Programm ist heute selbsttragend. Seit Juni 2006 betreibt es die Bauernvereinigung der Region Kayunga.

Wichtige telefonische Tipps für den Anbau und über das Wetter kommen aus dem Zentralbüro der nationalen Bauernvereinigung Ugandas bis in die regionalen Zweigstellen und gehen von dort aus weiter an 24 ‚Dorftelefonzentralen‘. Dort besitzt jede Bauerngruppe ein Mobiltelefon und gibt die erhaltenen Informationen an Kollegen weiter. Bauern erhalten und versenden auch SMS-Mitteilungen mit den aktuellsten Marktpreisen. Solche Informationen ersparen ihnen unter Umständen einen ganzen Reisetag zum Markt.

Die SFSA bürgte für Kredite. Die Bauern erhielten dadurch Kapital von Kleinkreditunternehmen zum Kauf von Mobiltelefonen. Nun verkaufen sie Nutzungsrechte von Gesprächseinheiten auf den Dorftelefonen an Dritte und erzielen damit Gewinn. Die Gewinne wiederum verhalfen zur Schaffung neuer Einkommensquellen. In einem Fall diente der Gewinn zur Anschaffung zweier Fähren für den morgen- und abendlichen Passagiertransport über den Nil.

Milly Sekandi – ein Mitglied der Zibula Atudde Frauengruppe – kaufte ein Dorftelefon. Sie und andere Bauern pflanzten Hochlandreis und Mais. Mit dem Telefon erkundigen sie sich nun in Kampala und in den grenznahen Märkten in Busia in Kenia nach den aktuellen Preisen für ihre Produkte. Noch vor wenigen Jahren waren sie dafür auf Mittelsmänner angewiesen, welche die Ankaufspreise festlegten und den Grossteil des Verkaufsgewinns selbst behielten.
Einige Bauern vernetzen sich mit Käufern aus Kenia. Früher mussten sie unter Umständen tagelang an einem Treffpunkt auf sie warten. Heute können sie auf ihren Höfen bleiben, bis der Käufer anruft, sobald er in der Nähe ist.

Andere nutzen die Telefone um Milchlieferungen zu koordinieren. Zubairi Sebyala zum Beispiel ist die Telefonistin des Dorftelefons in der auf Milchproduktion spezialisierten Molkerei von Bugerere, in Baale im Norden der Region Kayunga. Weil die Milch in der Hitze rasch verdirbt, kann jede Lieferungsverzögerung eine Katastrophe auslösen. Mittels der Dorftelefone können die Milchbauern nun die Preise auch in weit entfernten Märkten abfragen. Sie halten direkten Kontakt zu den Käufern, um prompte Lieferungen zu vereinbaren, bevor die Milch sauer wird.

Die SFSA investiert im Projekt ASPIRE in den Aufbau von kleinen und mittleren Unternehmen in Ostafrika. Sie tut dies gemeinsam mit der Deutsche Bank Americas Foundation, mit der Skoll- und der Shell- Stiftung. GroFin ist eine spezialisierte Unternehmensberatung und betreibt das Projekt ASPIRE.

GroFin finanziert und berät lebensfähige Unternehmungen mit einem guten Businessplan in Kenia, Ruanda, Tansania und Uganda. Dieser zählt mehr, als bisherige Erfolge oder Ähnliches. Unternehmen erhalten bis zu einer Million US-Dollar an Finanzmitteln. Im Grunde ist aber die vermittelte Geschäftserfahrung der Co-Investoren der grösste Nutzen bei der erfolgreichen Umsetzung der Businesspläne.

Seit 2006 investierte ASPIRE mehr als sieben Millionen US-Dollar in 21 Unternehmen. Diese Investition schuf annähernd 600 Arbeitsplätze. Im Verlauf der nächsten zwei Jahre möchten wir zusätzlich weitere 70 Unternehmen fördern.